Der Report basiert auf den Erfahrungen von 1.733 Unternehmen, die 2025 Opfer von Ransomware wurden. Dabei wird deutlich, dass nicht nur technische Lücken, sondern auch menschliche Faktoren eine zentrale Rolle spielen. So nennen fast vier von zehn Betroffenen fehlendes Personal oder Know-how als entscheidenden Grund für ihre Verwundbarkeit. Das ist ein ähnliches Bild wie bei kleineren und mittleren Unternehmen, die deutlich unter Ressourcenmangel leiden – 42 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen sehen darin den Schlüssel für ihre Anfälligkeit.
Erfolgreiche Abwehr: Weniger Verschlüsselung, mehr Frühwarnsysteme
Eine gute Entwicklung: Immer mehr Unternehmen schaffen es, Angriffe zu stoppen, bevor Daten verschlüsselt werden. Während 2024 noch 66 Prozent der Attacken erfolgreich waren, lag die Quote 2025 bei unter fünfzig Prozent. Gleichzeitig gelang es fast jedem zweiten Unternehmen, die Angriffe frühzeitig abzuwehren – doppelt so viele wie noch zwei Jahre zuvor. Das deutet darauf hin, dass Investitionen in Früherkennung und Notfallpläne langsam Wirkung zeigen.
Lösegeld und Backups: Ein ambivalentes Bild
Die Bereitschaft, Lösegeld zu zahlen, hat sich 2025 kaum verändert. Knapp die Hälfte der betroffenen Unternehmen (48 Prozent) entschied sich weiterhin für diesen Schritt. Auffällig ist hingegen der rückläufige Einsatz von Backups zur Wiederherstellung: die Nutzung von Backups sank auf 53 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren. Viele Organisationen zweifeln offenbar an der Zuverlässigkeit ihrer Sicherungen oder sehen sich unter Zeitdruck gezwungen, andere Wege zu gehen.
Die Kosten: Finanziell entspannt, menschlich belastend
Die finanziellen Folgen von Ransomware-Angriffen haben sich 2025 spürbar verringert. Die durchschnittlichen Lösegeldzahlungen fielen um deutliche 56 Prozent, und zwar von rund 2,3 Millionen Euro auf weniger als eine Million. Auch die Kosten für die Wiederherstellung sanken erheblich.
Doch während die Rechnungen schrumpfen, wächst der Druck auf die Teams. Vier von zehn IT- und Sicherheitsverantwortlichen berichten von höheren Erwartungen ihrer Vorgesetzten, fast genauso viele von chronischer Überlastung. Besonders schwer wiegt für viele neben der Sorge, künftige Angriffe nicht verhindern zu können auch das Gefühl, bei bereits erfolgten erfolgreichen Attacken versagt zu haben – und das, obwohl Ransomware oft systematische Schwächen ausnutzt, die nicht allein in der Verantwortung Einzelner liegen.
Fazit: Besser vorbereitet, aber nicht entwarnt
Die Zahlen zeigen, dass Unternehmen lernen, sich zu wehren. Doch Ransomware bleibt eine komplexe Herausforderung – technisch, organisatorisch und menschlich. Wirksame Ransomware-Abwehr erfordert ein konsequentes Schwachstellenmanagement, belastbare und regelmäßig getestete Backups sowie klare Prozesse für den Ernstfall. Ebenso wichtig ist es, IT- und Sicherheitsteams strukturell zu stärken, realistische Erwartungen zu formulieren und sie auch auf organisatorischer Ebene zu unterstützen.
Über die Studie
Die Ergebnisse basieren auf einer unabhängigen Umfrage unter 3.400 IT- und Cybersicherheitsverantwortlichen in 17 Ländern, durchgeführt 2025 vom Forschungsinstitut Vanson Bourne im Auftrag von Sophos. Befragt wurden Unternehmen mit 100 bis 5.000 Mitarbeitenden, darunter 1.733 Großunternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden.
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