E-Handwerk: Motor des digitalen Wandels

Das baden-württembergische Elektrohandwerk traf sich am 13. April beim 5. Branchentreff des Fachverbands Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Dabei tauschten sich zahlreiche Unternehmen und Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft über Digitalisierung und den damit verbundenen Strukturwandel aus. Zu Gast bei der Veranstaltung waren unter anderem der stellvertretende Innenminister Ministerialdirektor Julian Würtenberger, Steinbeis-Chef Michael Auer und Vorstandsvorsitzender der Hager Group, Daniel Hager.

„Wer die Daten hat, macht die Geschäfte“

„Das Elektrohandwerk ist in der Digitalsierung mittendrin – dies birgt große Herausforderungen“, meinte Thomas Bürkle, Präsident des Fachverbands, bei seiner Begrüßung. Er thematisierte besonders die Datensicherheit im Rahmen der Smart Meter-Einführung: „Hier werden umfangreiche Kenntnisse über das Energie-Verbrauchsverhalten der Kunden gewonnen. Die Frage ist nur: Wer bekommt die Daten? Wer die Daten hat, macht die Geschäfte – Derjenige, der über die Daten verfügt, kann sich neue Geschäftsfelder erschließen und dem Kunden passende Dienstleistungen anbieten. Das E-Handwerk muss hier mitmischen, es darf keine Marktverzerrung geben“, betonte Thomas Bürkle.


Elektrohandwerk – Motor des digitalen Wandels

„Der digitale Strukturwandel steht in seiner vollen Tiefe und Breite erst bevor“. stellte Julian Würtenberger bei seinem Impulsvortrag auf dem Branchentreff fest. „Das Elektrohandwerk ist als Innovator dran. Sie treiben die Digitalisierung voran – ohne ihre Betriebe haben wir kein Smart Home. Sie sind der Motor des digitalen Wandels“, sprach der Stellvertreter des Innenministers die Teilnehmer an und stellte zudem die Digitalisierungsstrategie des Landes Baden-Württemberg vor. Im Rahmen dessen hat das Land im Jahr 2017 über 133 Millionen Euro in den Breitbandausbau investiert.

Wandel im Handwerk – Podiumsdiskussion

Julian Würtenberger und Thomas Bürkle waren zudem Gäste der Podiumsdiskussion, die von Andreas Stöcklhuber, Chefredakteur des Fachmagazins de, moderiert wurde. Dabei betonte Michael Auer, Vorstandsvorsitzender der Steinbeis-Stiftung: „Die Konvergenz von Technologien aufgrund der Digitalisierung ist schon „immer“ kontinuierlich vorhanden – sie wird sich auch durch die treibenden Technologien fortsetzen. Diese Technologien an sich werden auch insbesondere von einem sich weiterentwickelnden Handwerk beherrscht werden. Eine sich aus der Digitalisierung auf technologischer Ebene ergebende grundsätzliche Herausforderung besteht darin, dass Geschäftsprozesse-/Modelle neu gestaltet werden können/müssen. Entscheidend für den Erfolg wird sein, wer hier die mehrwertschaffenden „Schnittstellen“ in Vertrauensräumen beherrscht.“ Daniel Hager, Vorstandsvorsitzender des internationalen Unternehmens Hager Group, stellte beim angesprochenen Thema Datensicherheit fest: „Ein Produkt, das keine Daten hat, ist kein Produkt der Zukunft. Zudem muss für den Unternehmer alles auch noch wirtschaftlich sein. Die ab Mai geltende Datenschutzrichtlinie der EU ist eine Herausforderung für Unternehmen, um dem Thema Datensicherheit zu begegnen.“ Fachverband-Präsident Thomas Bürkle fasste die Podiumsdiskussion mit den Worten zusammen: „Wir werden einen großen Wandel erfahren und müssen somit schneller und früher an den Markt gehen. Das Handwerk wird es in seiner Art noch geben, wir müssen uns aber ändern.“

Digitalisierung live erleben

Smart Living hautnah miterleben konnten die Besucher des Branchentreffs mithilfe einer 3D-Virtual Reality-Brille. Ein virtuelles Haus mit verschiedenen nützlichen Funktionen – egal, ob in der Küche, im Wohnzimmer oder im Badezimmer – konnte entdeckt werden. Überall steckte Smart Living drin.

Starke Auftragslage im baden-württembergischen E-Handwerk

Der Fachverband veröffentlichte zudem im Rahmen des Branchentreffs die Zahlen der aktuellen Konjunkturumfrage zum baden-württembergischen EHandwerk. Dieses blickt demnach zuversichtlich auf die kommenden Monate – bei unverändert stabiler Branchenkonjunktur auf hohem Niveau und starker Auftragslage. Trotz der angespannten Fachkräftesituation und der guten Auftragslage bedienen die Elektrobetriebe wie gewohnt ihre Kunden über ein professionelles Auftragsmanagement qualitativ hoch und in einem akzeptablen Rahmen.

Weitere Informationen über den Branchentreff und die Konjunkturumfrage, die vom Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk der Universität Göttingen durchgeführt wurde, gibt es unter https://www.fv-eit-bw.de/

Über Fachverband Elektro- und Informationstechnik

Der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg ist die Dachorganisation der 37 Elektro- bzw. Informationstechniker-Innungen im Land und vertritt als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband die Interessen von rund 7.500 Handwerksunternehmen der Elektrotechnik, der Informationstechnik und des Elektromaschinenbaus. Die knapp 60.000 Beschäftigten der Branche erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von mehr als sieben Milliarden Euro. 4.881 junge Menschen werden derzeit in einem der sieben attraktiven Ausbildungsberufe zum Facharbeiter ausgebildet.

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