
Die Chairmen Dr. Sebastian Wurster und Dr. Uwe Schaller hatten gemeinsam mit dem Programmkomitee Vorträge in 16 Sessions sowie eine Postersession mit rund 60 Beiträgen zusammengestellt.
Dem Themenfeld »Munition im Meer« widmete die Jahrestagung vier spezifische Sessions. Für die Zusammenstellung der Beiträge zeichnete Laura Wachter vom Fraunhofer ICT verantwortlich.
Mit dem PEP Speaker Award ausgezeichnet wurden Mathieu Daniel für seinen Beitrag zu »Investigation of arene and heteroarene nitration supported by high-throughput experimentation and machine learning« und Christopher Miller für »Hierarchical modeling of pressed high explosives: using microstructure-resolved mesoscale simulations to inform continuum reactive flow response«.
Der Best Poster Award wurde zweimal vergeben, namentlich an Patrick Schnippering vom Deutsch-Französischen Forschungsinstitut Saint-Louis (ISL) für seine »Study of the phase transition within crytals of 1,3,5,7-Tetranitro-1,3,5,7-Tetrazacyclooctane (HMX) using temperature-dependent raman spectroscopy« sowie an Sebastian Knapp vom Fraunhofer ICT für seine Darstellung der »Application of SHS-synthesized nanostructores boron particles in solid rocket propellants«.
Die Jahrestagung des Fraunhofer ICT wurde in diesem Jahr ergänzt durch das 49. Seminar der International Pyrotechnics Society (IPS), deren Fokus auf ähnlichen Themen liegt. Den Dr. Bernard E. Douda – Young Scientist Award der IPS erhielt Helene Dehlinger (ISL) für ihren Vortrag zu »Parameter modulation of energetic composites: first steps towards controllable detonating performances«.
Etwa ein Dutzend internationale Unternehmen nutzten die Gelegenheit, ihre Produkte und Dienstleitungen den Experten aus Wissenschaft und Industrie in der Karlsruher Gartenhalle zu präsentieren. Einhelliger Tenor der Aussteller: Die Jahrestagung des Fraunhofer ICT war eine sehr lohnende Veranstaltung mit ergiebigen Gesprächen: »Es ist eine hochinteressante Konferenz, unser Stand zog reichlich Besucher an, und wir konnte einige wichtige Kontakte knüpfen«, sagte beispielsweise Marcel Stiegelmann von Propex Technologies.
Chairman Sebastian Wurster sieht die Konferenz als großen Erfolg: »Noch nie hatte die Konferenz so viele Teilnehmende, mehr als 200 aus 25 Ländern waren es in diesem Jahr. Der Großteil stammt aus Europa, darüber hinaus sind auch Asien und Amerika sind stark vertreten. Unsere Bemühungen, die Konferenz auch für Aussteller attraktiver zu machen, waren ebenfalls erfolgreich. Wir haben großartige Unternehmen hier, deren Ausrüstung viel zu erfolgreicher Forschung beitragen kann.«
Die 56. Jahrestagung ist für 29. Juni bis 2. Juli 2027 wiederum in der Gartenhalle Karlsruhe geplant.
Die Fraunhofer-Gesellschaft mit Sitz in Deutschland ist eine der führenden Organisationen für anwendungsorientierte Forschung. Im Innovationsprozess spielt sie eine zentrale Rolle – mit Forschungsschwerpunkten in zukunftsrelevanten Schlüsseltechnologien und dem Transfer von Forschungsergebnissen in die Industrie zur Stärkung unseres Wirtschaftsstandorts und zum Wohle unserer Gesellschaft. Seit ihrer Gründung als gemeinnütziger Verein im Jahr 1949 nimmt sie eine einzigartige Position im Wissenschafts- und Innovationssystem ein.
Mehr als 30 000 Mitarbeitende an 74 Instituten und selbstständigen Forschungseinrichtungen in Deutschland erarbeiten das jährliche Finanzvolumen von 3,6 Mrd. €. Davon entfallen 3,2 Mrd. € auf das zentrale Geschäftsmodell von Fraunhofer, die Vertragsforschung. Im Vergleich zu anderen öffentlichen Forschungseinrichtungen bildet die institutionelle Förderung durch Bund und Länder mit maximal einem Drittel lediglich das Fundament des Kernbereichs Vertragsforschung. Sie ist die Basis für wegweisende Vorlaufforschung, die in den kommenden Jahren für Wirtschaft und Gesellschaft von Bedeutung sein wird.
Das entscheidende Alleinstellungsmerkmal ist der hohe Anteil an Wirtschaftserträgen. Er garantiert die enge Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Industrie sowie die stetige Marktorientierung der Fraunhofer-Forschung. Bei der Vertragsforschung wirbt Fraunhofer mindestens zwei Drittel im Wettbewerb ein, aus Aufträgen der freien Wirtschaft sowie durch öffentliche Projektfinanzierung. Im Jahr 2025 beliefen sich allein die Wirtschaftserträge auf 966 Mio. €.
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