Validato und Cypsec: Menschliche Schwachstellen als neue geopolitische Angriffsfläche in der Lieferkette

Die Dynamik geopolitischer Cyberbedrohungen hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verschoben. Anstatt sich ausschließlich auf technische Schwachstellen zu konzentrieren, richten staatlich gesteuerte Angreifer ihre Aufmerksamkeit verstärkt auf den menschlichen Faktor – insbesondere innerhalb komplexer Lieferketten. Unternehmen, Behörden und Betreiber kritischer Infrastrukturen stehen damit vor der Herausforderung, nicht nur Systeme, sondern auch Personen gegen strategisch geplante Einflussnahmen zu schützen.

Validato und Cypsec beobachten, dass staatliche Geheimdienste zunehmend langfristig angelegte Human‑Intelligence‑Operationen nutzen, um über persönliche Beziehungen, geschäftliche Kooperationen oder berufliche Netzwerke Zugriff auf sensible Bereiche zu erhalten. Diese Angriffe verlaufen selten abrupt; sie entstehen häufig über Jahre hinweg, in denen Angreifer zunächst Vertrauen aufbauen, bevor sie ihre Ziele schrittweise verfolgen.

Die Kontaktaufnahme erfolgt oftmals über Fachveranstaltungen, wissenschaftliche Plattformen oder berufliche Netzwerke. Durch zunächst unauffällige Gespräche, den Austausch von Fachwissen oder scheinbare geschäftliche Vorteile entsteht ein Vertrauensverhältnis. Sobald sich diese Beziehung gefestigt hat, versuchen Angreifer, Personen subtil in Entscheidungsprozesse einzubinden oder ihnen indirekt Zugang zu kritischen Informationen abzuverlangen. Auf diese Weise werden Mitarbeitende, externe Partner oder Dienstleister unbemerkt zu Einfallstoren für Operationen, die weit über das Zielunternehmen hinausreichen können.

Beispiele aus den vergangenen Jahren verdeutlichen, wie wirkungsvoll solche menschzentrierten Angriffsstrategien sein können. Gezielte Manipulationen innerhalb der Lieferkette – etwa bei Softwareherstellern, Energieversorgern oder Finanzorganisationen – haben gezeigt, dass nicht nur technische Fehler, sondern vor allem ausgenutzte Vertrauensbeziehungen eine große Angriffsfläche darstellen. Diese Art von Infiltration eröffnet Angreifern oft langfristige Zugriffsmöglichkeiten, die mit rein technischen Mitteln kaum zu erreichen wären.

Validato und Cypsec betonen, dass klassische Sicherheitsmodelle allein nicht ausreichen, um dieser Entwicklung zu begegnen. Organisationen müssen ihre Cyber‑Resilienz um ein umfassendes Human‑Risk‑Management erweitern. Dazu gehören geopolitisch informierte Risikoanalysen, die Beobachtung sozialer Angriffsindikatoren, klare Awareness‑Programme sowie kontinuierliche Überprüfung von Lieferkettenpartnern – auch auf den unteren Ebenen. Nur ein Zusammenspiel aus Technologie, menschzentrierter Sicherheit und strategischem Situationsbewusstsein ermöglicht es Unternehmen, komplexe Infiltrationskampagnen frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden.

Über die Validato AG

Validato ist ein führender Anbieter für digitale Background Checks und Human Risk Management mit Sitz in Zürich. Die Plattform unterstützt Unternehmen dabei, Bewerberinnen sowie bestehende Mitarbeitende strukturiert und effizient auf Integrität, Interessenskonflikte und potenzielle Risiken zu prüfen – datenschutzkonform, modular und skalierbar.

Validato ist speziell auf die Anforderungen im DACH-Raum ausgerichtet, verzichtet auf Set-up-Gebühren, Jahresgebühren oder Mindestanzahl an Screenings und lässt sich flexibel in bestehende HR- oder Recruiting-Prozesse integrieren.

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