
HanseWerk Natur: Wärmeerzeugung direkt vor Ort
„Die neue Wärmebox trägt dazu bei, die Wärme in Elmenhorst größtenteils aus Erneuerbaren Energien zu erzeugen und uns unabhängiger zu machen von den globalen Energiemärkten“, erklärt Dr. Nikolaus Meyer, technischer Geschäftsführer von HanseWerk Natur, der Wärmetochter von HanseWerk. „Wir gewinnen die Wärme überwiegend aus der Umgebungsluft. Ganz nach unserem Leitbild: Wärme mit Zukunft. Wärme von hier.“
Das 3,8 Kilometer lange Wärmenetz in Elmenhorst versorgt vor allem Gewerbebetriebe, Lagerhallen und Industriegebäude. 23 Kunden sind an das Netz angeschlossen und erhalten jährlich vier Gigawattstunden Wärme. Mit der Wärmebox hat das HanseWerk-Unternehmen HanseWerk Natur ein standardisiertes Großwärmepumpenkonzept für kleinere Wärmenetze entwickelt: Die erste Wärmebox ging im Herbst 2025 in Langenhorn in Betrieb, nun kommt die Technik auch in Elmenhorst zum Einsatz.
„Mit der Wärmebox bringen wir in Elmenhorst eine neue Generation der Wärmeerzeugung an den Start“, sagt Projektleiter Morten Springer von HanseWerk Natur, das zur HanseWerk-Gruppe gehört. „Strom und Umgebungsluft übernehmen künftig rund 90 Prozent der Wärmeerzeugung. Der Erdgaskessel sichert gezielt die Spitzenlast ab. Damit setzen wir auf moderne Technik und eine verlässliche Versorgung der Betriebe.“ Mit der Umstellung spart die HanseWerk-Tochter HanseWerk Natur in Elmenhorst künftig rund 700 Tonnen CO2-Äquivalente* pro Jahr ein.
*Die Bilanzierung erfolgt nach Anwendung der Finnischen Methode (gemäß AGFW Umsetzungshilfe CO₂-Kostenaufteilungsgesetz (CO2KostAufG)); Emissionsfaktor: Erdgas fCO₂ = 0,2016 kg/kWh
Emissionsfaktor fCO₂ (Finnische Methode) bestehende Erzeugung aus dem Jahr 2024: 181 gCO₂/kWh
Berechneter Emissionsfaktor fCO₂ (Finnische Methode) neues Konzept: 20 gCO₂/kWh
So läuft die Bauphase ab
Seit Herbstbeginn laufen vorbereitende Arbeiten am Standort sowie erste Tiefbauarbeiten. Im nächsten Schritt wird die Wärmebox errichtet und in das bestehende Versorgungssystem eingebunden. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 geplant.
„Während der Bauarbeiten kann es zeitweise zu Beeinträchtigungen im Umfeld des Standorts kommen“, sagt Morten Springer. „Wir versuchen, diese so gering wie möglich zu halten und danken den Anliegern und ansässigen Unternehmen für ihr Verständnis.“
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