
Für Behörden, Verteidigungsorganisationen, Finanzinstitute und Betreiber kritischer Infrastrukturen geht Datensouveränität über den Speicherort von Backups hinaus. Entscheidend ist auch, wer die Infrastruktur, Zugangsdaten, Verschlüsselungsschlüssel und Verfahren kontrolliert, die für eine Wiederherstellung erforderlich sind. Eine Sicherungskopie bietet nur begrenzte Unabhängigkeit, wenn ihre Wiederherstellung weiterhin eine vom Anbieter betriebene Steuerungsplattform, einen Online-Dienst zur Lizenzprüfung oder einen externen Identitätsanbieter voraussetzt. Diese Dienste könnten während eines Cyberangriffs oder einer größeren Störung nicht verfügbar sein.
„Europäische Organisationen stellen sich eine grundlegende Frage: Können wir die Systeme, auf die wir angewiesen sind, auch dann wiederherstellen, wenn externe Dienste und Anbieter nicht erreichbar sind?“, so Rob Morrison, Co-CEO von Bacula Systems. „Bacula Sovereign Recovery bietet ihnen eine praktische Möglichkeit, diese Kontrolle nachzuweisen. Die für die Wiederherstellung erforderlichen Ressourcen, Entscheidungen und Fachkenntnisse verbleiben in einer von der Organisation selbst gewählten Rechtsordnung und Betriebsumgebung.“
Bacula Sovereign Recovery kombiniert gehärtete Backups, die kontrollierte Übertragung auf isolierte Speichermedien, die Rekonstruktion des Backup-Katalogs, automatisierte Überprüfung der Wiederherstellung und dokumentierte Verfahren. Zu den wichtigsten Funktionen gehören:
- Physisch isolierter Schutz durch Bandmedien, Wechselmedien oder entsprechend vom Netz getrennte Speicher.
- Wiederherstellung ohne Unterstützung des Anbieters durch eigenes Personal und mit eigener Infrastruktur, eigenen Zugangsdaten und Verschlüsselungsschlüsseln.
- Wiederherstellung direkt von Backup-Medien, auch wenn die ursprüngliche Bacula-Umgebung und ihr Katalog nicht mehr verfügbar sind.
- Ein versiegeltes Recovery Independence Kit mit der Software, den Konfigurationen, Unterlagen, Schlüsseln und Verfahren, die für den Neuaufbau der Wiederherstellungsumgebung erforderlich sind.
- Betrieb ohne verpflichtende externe Verbindung, ohne vom Anbieter gehostete Orchestrierung oder obligatorische Rückverbindung zu dessen Diensten.
- Unabhängigkeit von Speicheranbietern, damit Organisationen ihre Speicherinfrastruktur frei wählen und ändern können, ohne die Wiederherstellung an einen einzelnen Anbieter zu binden.
- Dokumentierte Nachweise der Wiederherstellungsfähigkeit, die interne Governance, Audits und geltende Resilienzanforderungen unterstützen können.
Im Mittelpunkt des Angebots steht der Bacula Recovery Independence Test. Bei dieser unter Beobachtung durchgeführten Übung gelten das Personal, die Dienste und die Netzwerke von Bacula als nicht verfügbar. Der Kunde muss eine zuvor vereinbarte Gruppe von Systemen ausschließlich mit eigenem Personal, eigener Infrastruktur, eigenen Zugangsdaten und Verschlüsselungsschlüsseln sowie der eigenen Dokumentation und isolierten Sicherungskopien wiederherstellen. Die Übung liefert dokumentierte Nachweise der Wiederherstellungsbereitschaft und deckt verbleibende Abhängigkeiten auf, die andernfalls womöglich erst im Ernstfall sichtbar würden.
„Souveränität muss die gesamte Wiederherstellungskette umfassen“, so Jorge Gea, Co-CEO und Chief Technology Officer von Bacula Systems. „Eine Organisation muss wissen, dass sie ihre isolierten Backups auffinden und lesen, die erforderliche Umgebung neu aufbauen und kritische Dienste mit Ressourcen wiederherstellen kann, die sie selbst kontrolliert. Mit diesem Test kann sie genau das nachweisen.“
Die Lösung soll europäische Organisationen dabei unterstützen, Fragen der operativen Souveränität, der Konzentration auf einzelne Anbieter, der rechtlichen Kontrolle und der Ausstiegsplanung zu adressieren. Ihre Funktionen für Isolation, Tests und Nachweisführung können auch Maßnahmen im Zusammenhang mit geltenden Anforderungen unterstützen, darunter die EU-Richtlinie NIS2, der Digital Operational Resilience Act (DORA) und die Bestimmungen der DSGVO zur Wiederherstellung des Zugangs zu personenbezogenen Daten. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Branche und Land; der Einsatz der Lösung allein begründet keine regulatorische Konformität.
Bacula Sovereign Recovery stützt sich auf die sichere Architektur von Bacula, seine Bare-Metal-Recovery-Funktionen, die umfassende Unterstützung von Bandmedien, seine Open-Source-Basis und die Möglichkeit eines vollständig lokalen Betriebs. Zusammen mit der freien Wahl der Speicherinfrastruktur helfen diese Eigenschaften europäischen Organisationen, langfristig die Kontrolle über ihre Wiederherstellungsumgebung zu behalten und die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern, Cloud-Plattformen und externen Netzwerken zu verringern.
Bacula Systems bietet Backup-, Wiederherstellungs- und Datensicherungslösungen für Organisationen, die besonders hohe Anforderungen an Sicherheit, Skalierbarkeit, Flexibilität und operative Kontrolle stellen. Behörden, Verteidigungsorganisationen, Forschungseinrichtungen, Hochleistungsrechenzentren und Unternehmen weltweit vertrauen auf Bacula Enterprise, um geschäfts- und missionskritische Daten in komplexen IT-Infrastrukturen zu schützen.
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