Japanische Delegation besucht IHK-Bildungszentrum und Carl Zeiss AG und informiert sich zu Bildungsthemen

Eine 20-köpfige japanische Delegation hat anlässlich ihrer Europareise einen Stopp in Ostwürttemberg eingelegt. Die Vertreter japanischer Firmen und Ausbildungscentern aus der Region Toyama im Süden Japans haben das IHK-Bildungszentrum in Aalen sowie die Carl Zeiss AG in Oberkochen besucht. Sie gehören einem Verband an, der in Japan die Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter organisiert.

Die Teilnehmenden erhielten im IHK-Bildungszentrum Einblicke in das deutsche Ausbildungssystem, insbesondere die Duale Ausbildung sowie die Höhere Berufsbildung in Form des Industriemeisters. „Unser System der Dualen Ausbildung wird weltweit anerkannt und interessiert verfolgt. Der Stellenwert der Dualen Ausbildung ist in Deutschland hoch. Wir wollen als IHK versuchen, möglichst viele junge Menschen dafür zu gewinnen“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler zum Start ins neue Ausbildungsjahr.

Oliver Kosik, Leiter des IHK-Bildungszentrums, erläuterte den Start ins neue Ausbildungsjahr mit 78 Azubis. Sie werden am Bildungszentrum überbetrieblich im ersten Ausbildungsjahr geschult. Es wurde aufgezeigt, wie IHK-Mitgliedsbetrieben durch die überbetriebliche Ausbildung im Bildungszentrum seitens der IHK in Sachen Ausbildung unter die Arme gegriffen werden kann. Weiterer Schwerpunkt war der Aufbau der Meisterausbildung. „Industriemeister bilden das Rückgrat in der Produktion von Industriebetrieben. Ihnen obliegt auch die Ausbildung von Azubis“, erläuterte Kosik. Er ging auf die Ausbildungsinhalte ein, die sowohl in Teilzeit binnen drei Jahren wie auch in Vollzeit innerhalb von neun Monaten am IHK-Bildungszentrum erlernt werden können. Ein Imagefilm erklärte die Aufgaben und die Organisation der Industrie- und Handelskammern.

Alexander Dollansky und Alexander Friedel, beide bei Zeiss im Geschäftsbereich Industrielle Messtechnik beschäftigt, begleiteten die japanische Delegation. „Alle zwei Jahre wird eine Reise des Ausbildungsverbands in Japan nach Europa organisiert. Die Teilnehmenden waren diese Woche bereits in Schweden und Österreich, um sich über Themen der Aus- und Weiterbildung zu informieren. Wir konnten durch unsere japanischen Kunden Kontakte zum japanischen Verband knüpfen“, sagte Alexander Dollansky. In Japan wird die Aus- und Weiterbildung durch die Unternehmen und regionale Ausbildungscenter organisiert.

Zahlreiche Fragen schlossen der Delegationsteilnehmer schlossen sich an. Bei einem einstündigen Rundgang durch die Werkstätten des Bildungszentrums wurden die Ausbildungsinhalte wie Schweißen, CNC-Programmieren, mechanische Metallbearbeitung sowie Elektrotechnik gezeigt.

Am Nachmittag schlossen sich bei Zeiss in Oberkochen Erläuterungen zur Weiterqualifizierung der Mitarbeitenden sowie zur Kundenschulung an.

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