„Zukunftspreis Brandenburg“ 2022 verliehen

Sechs Unternehmen wurden heute mit dem wichtigsten Wirtschaftspreis des Landes, dem „Zukunftspreis Brandenburg“ 2022, ausgezeichnet. Mit ihren Geschäftsideen und -entwicklungen überzeugten sie die hochkarätig besetzte 16-köpfige Jury von ihren besonderen Leistungen für die brandenburgische Wirtschaft. Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke gratulierte den Gewinnern im Holiday Inn Berlin Airport Conference Centre in Schönefeld und verwies auf die Bedeutung regionaler Unternehmen für das gesamte Land Brandenburg.

Kein anderer Preis steht für die Vielfalt der kleinen und mittleren Unternehmen in Brandenburg wie der Zukunftspreis Brandenburg der Wirtschaftskammern. Das zeigen die diesjährigen Gewinner. Sie produzieren und liefern Brandschutzfenster für den europäischen Mark, Roggen-Whiskey für den deutschen Gaumen, medizinische Wirkstoffe für die Welt, feinste Edelstahlelemente für Schwimmbäder und Bushaltestellen, riesige Wärmetauscher für die chemische Industrie und modernste Landtechnik für Agrarbetriebe. Sie eint engagiertes Unternehmertum gepaart mit der Verbundenheit zur Heimat und ihren Menschen.

Die Preisträger erwirtschafteten im Jahr 2021 einen Umsatz von mehr als 35 Millionen Euro. Sie beschäftigen rund 200 Frauen und Männer und bilden über 20 junge Menschen aus. Sie stehen für besondere Leistungen in der Ausbildung, bei der Nachfolge, im Umgang mit Innovationen oder bei der Herstellung von nachhaltigen Produkten. In mehreren Runden setzten sich die Gewinner in einem enorm schwierigen Umfeld gegen insgesamt 97 Bewerber durch – so viele, wie seit 2016 nicht mehr. 

Ministerpräsident Woidke: „Neue Ideen, andere Perspektiven, innovative Lösungen und Produkte gepaart mit einer gehörigen Portion Mut, Ausdauer und Entschlossenheit – dies zeichnet viele unserer Unternehmerinnen und Unternehmer in Brandenburg aus. Menschen, die mit großem Weitblick, Kreativität und Durchhaltewillen die Zukunft ihrer Unternehmen gestalten. Ich freue mich über die Vielfalt der nominierten Betriebe für den diesjährigen Zukunftspreis. Sie alle sorgen mit Ihrem Engagement dafür, dass jede Region in Brandenburg lebendig und lebenswert ist. Das verdient Respekt und Anerkennung. Brandenburg hat sich in den vergangenen Jahren zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort entwickelt. Gleichwohl stellen die steigenden Energie- und Rohstoffpreise durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine die Betriebe vor große Probleme. Die Landesregierung steht an der Seite der Unternehmen und wird mit dem Brandenburg-Paket helfen, wo es nötig ist.“

Die Gewinner „Zukunftspreis Brandenburg“ 2022 sind:

A&W Apparate & Wärmetauscherbau GmbH aus Schwedt (Oder)
Frauenpower in Männerdomäne: Die hochqualifizierte Belegschaft fertigt und repariert Wärmetauscher, Druckbehälter und Apparate für die chemische und petrochemische Industrie. Das erfolgreiche Unternehmen wird von zwei Frauen geführt, die bewiesen haben, wieviel durch die Kombination von Engagement, technischem und ökonomischen Know-how sowie Zuverlässigkeit gegenüber den Kunden erreicht werden kann. Hohe Ansprüche an die Qualität bilden die Grundlage für die erfolgreiche Arbeit. Mitarbeiter werden unter anderem durch eigene Berufsausbildung und eine enge Kooperation mit Hochschulen an das Unternehmen gebunden. Die Arbeit wird auf einem hohen technischen Niveau durchgeführt. Investitionen tragen dazu bei, dass wirtschaftliche Effizienz und der Umweltschutz bei der Produktion Hand in Hand gehen.

Manz Landtechnik GmbH aus Nordwestuckermark
Das 1958 als Schmiede und Bauschlosserei gegründete und in der Uckermark verwurzelte Familienunternehmen in dritter Generation hat sich zu einem hochmodernen und leistungsstarken Betrieb etabliert. Der Unternehmensschwerpunkt liegt im Service (Kfz- und Nutzfahrzeugwerkstatt) und Vertrieb von Landtechnik, Kommunaltechnik und Kleingeräten für die Grundstückspflege. 2019 wurde mutig in einen neuen, modernen Firmensitz investiert, um sich als technischer Dienstleister im ländlichen Raum strategisch gut für die Zukunft aufzustellen. Das Unternehmen bietet modernste Arbeitsplätze, ist Top-Ausbildungsbetrieb und bietet Perspektiven für junge Leute in der Uckermark als „Weltraumtechniker“ (Land- und Baumaschinenmechatroniker).

Spreewood Distillers GmbH aus Schlepzig
Drei Berliner Freunde fahren nach Brandenburg, um ein Whiskey-Fass zu kaufen und kommen mit einer Destillerie nach Hause. So kurz und prägnant lässt sich die Geschichte des Unternehmens zusammenfassen. Im Spreewalddorf Schlepzig, umgeben von Roggenfeldern, befindet sich die 2004 gegründete und 2016 von den „Spreewood Distillers“ übernommene STORK CLUB Rye Whiskey Destillerie. Tatkräftig gestalten sie seitdem den Transformationsprozess von einer kleinen Distillerie hin zu einem stark ausstrahlenden Produktions- und Tourismusbetrieb. Die erste reine Roggen-Whiskey Destillerie Deutschlands ist eine von lediglich fünf Whiskey-Destillerien in ganz Europa, die sich dem Urgetreide Nordeuropas widmet. Preisgekrönte Whiskeys und weitere Produkte werden in der eigenen Brennerei nachhaltig und lokal in Bio-Qualität produziert. Der Absatz wurde von 5.000 Flaschen in 2016 auf knapp 80.000 Flaschen in 2021 gesteigert.

Lausitzer Edelstahltechnik GmbH aus Doberlug-Kirchhain
Der Betrieb wurde 2003 mit zwei Mitarbeitern gegründet. Heute arbeiten 26 Frauen und Männer im Handwerksbetrieb, der vorrangig Sprunganlagen, Geländer und Treppen aus Edelstahl für Freizeitbäder herstellt. Bundesweit sind Montagetrupps im Einsatz, um Bus- und Bahnstationen mit Edelstahlelementen „Made in Elbe-Elster“ auszurüsten. 18 Lehrlinge wurden bislang ausgebildet. Als mittelständisches Unternehmen wird jungen Menschen eine Perspektive für eine Ausbildung und Beschäftigung gegeben, mit dem Ziel, sie in der Region zu halten bzw. Rückkehrern Arbeitsplätze zu bieten. Darüber hinaus werden verschiedene Sportvereine und die Freiwillige Feuerwehr unterstützt.

Chiracon GmbH aus Luckenwalde
Das Unternehmen stellt Wirkstoffe für die Humanmedizin her. Sie werden z. B. zur Behandlung von weißem Hautkrebs oder zur photodynamischen Diagnostik bei Gehirntumoren eingesetzt. Chiracon produziert in Brandenburg und trägt so zur Versorgungssicherheit Deutschlands und Europas bei. Die Kunden reichen von Forschungseinrichtungen bis zu „Big Pharma“. Kontinuierlich wurden Umsatz-, Mitarbeiter- und Azubi-Zahlen gesteigert. Das Unternehmen setzt seine Zwischen- und Endprodukte für die Pharmazeutische Industrie weltweit ab. Die kontinuierlich wachsende Nachfrage nach den Produkten machte bereits im Jahr 2015 die Erweiterung der Produktionsfläche auf 750 Quadratmeter erforderlich. Mit dem geplanten Neubau wird die Produktionsfläche zukünftig doppelt so groß sein. Aktuell sind im Unternehmen 34 Mitarbeiter beschäftigt.

MB Fensterbau und Tischlerei Mike Beelitz aus Planebruch
Traditionelles Handwerk trifft Innovation: Ursprünglich als Tischlerei gegründet, hat sich der Handwerksbetrieb auf die Fertigung von Sonderelementen im Bereich Brandschutz spezialisiert. Die Kunden kommen aus ganz Europa. So startete der Handwerksbetrieb 2019 mit ersten eigenen Brandversuchen für Brandschutzfenster- und Türen und fokussierte sich mit schmalen Profilen vor allem auf Denkmalschutzprojekte im Brandschutz. Mittlerweile werden in Bad Belzig gefertigten Holzelemente europaweit in alle Nachbarländer versendet.  Besonders wichtig ist die Mitarbeiterbindung: So werden Beschäftigte mit Mitarbeiterqualifikationen (Finanzierung der Meisterschule und anderer anerkannter Weiterbildungen) und Leistungsprämien unterstützt. Aus ökologischen Gründen wird darauf geachtet, regionale Zulieferer und Lieferanten zu nutzen und vorrangig nur PEFC-zertifizierte Hölzer zu verwenden.

Hintergrund:

Zu den Unterstützern und Partnern des wichtigsten Wirtschaftspreises in Brandenburg zählen die sechs Wirtschaftskammern – IHKs und HWKs – sowie namhafte Institutionen und Unternehmen wie die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), die Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB), die Deutsche Bank, die Bürgschaftsbank Brandenburg, die EWE AG sowie die Agenturen für Arbeit Eberswalde, Frankfurt (Oder), Potsdam und Neuruppin. Medienpartner sind die drei brandenburgischen Regionalzeitungen „Märkische Oderzeitung“, „Märkische Allgemeine Zeitung“ und „Lausitzer Rundschau“ sowie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB).

Ausführliche Informationen gibt es unter www.zukunftspreis-brandenburg.de, auf facebook.com/zukunftspreis und auf instagram.com/zukunftspreisbrandenburg

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg
Puschkinstraße 12 b
15236 Frankfurt (Oder)
Telefon: +49 (335) 5621-1032
Telefax: +49 (335) 5621-1119
http://www.ihk-ostbrandenburg.de

Ansprechpartner:
Norma Groß
Pressereferentin
Telefon: +49 (335) 5621-1032
Fax: +49 (335) 5621-1090
E-Mail: gross@ihk-ostbrandenburg.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel