IHK vernetzt Innovationspark KI mit der Region

Am 29. März fand die 13. Sitzung der Wahlperiode 2018/2022 der Vollversammlung der IHK Heilbronn-Franken auf dem Bildungscampus in Heilbronn statt. Auf der Tagesordnung standen unter anderem das neue IHK-KI-Transfer-Office, die DIHK-Resolution zu Sofortmaßnahmen gegen hohe Strom- und Energiepreise, statutarisches Recht sowie die Bundeskonferenz der Wirtschaftsjunioren 2023. Selbstverständlich war die Sitzung von den aktuellen Krisen – dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und der Corona-Lage – geprägt. Als Gäste waren Prof. Reinhold Geilsdörfer, Geschäftsführer Dieter Schwarz Stiftung und Dr. Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des DIHK Berlin eingeladen.  

Zukunftsfeld Innovation: Das neue IHK-KI-Transfer-Office

Künstliche Intelligenz hebt die digitale Transformation auf eine neue Stufe. „Die Wertschöpfungspotenziale sind enorm. Mit Hilfe von KI-Anwendungen steigern Unternehmen nicht nur die Effizienz ihrer Produktionsprozesse. Es entstehen auch gänzlich neue Dienstleistungen, Produkte und Geschäftsmodelle“, meint die IHK-Präsidentin Kirsten Hirschmann.

Als ein bedeutendes Beispiel stellte Prof. Reinhold Geilsdörfer, Geschäftsführer der Dieter Schwarz Stiftung den Innovationspark KI Baden-Württemberg, der in Heilbronn entsteht, vor. Der Innovationspark KI soll sowohl national als auch international etablierte Unternehmen, Start-ups, Forschungsakteure, Fachkräfte, Talente sowie Investoren anziehen. Gefördert wird die Errichtung des KI-Parks mit rund 50 Millionen Euro vom Land Baden-Württemberg, mindestens der gleiche Betrag kommt vom regionalen Konsortium, das von der Stadt Heilbronn und der Dieter Schwarz Stiftung getragen wird.

Der Innovationspark-KI soll auf drei Ebenen bestmöglich mit Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft verknüpft werden. Dazu wurden Kooperationen geschlossen, auf internationaler Ebene mit
appliedAI, auf nationaler Ebene mit dem Bundesverband KI und auf regionaler Ebene mit der IHK Heilbronn-Franken. Ziel der IHK ist es, die Chancen, Risiken und Möglichkeiten der Anwendung von Künstlicher Intelligenz in der Region Heilbronn-Franken bekannt zu machen. Dabei soll die Region mit dem KI-Innovationspark auf vielfältige Weise verknüpft und vernetzt werden. Die Umsetzung dieses Zieles wird in Form eines Kooperationsprojektes unter dem Titel „IHK-KI-Transfer-Office (KITO)“ erfolgen. KITO-Kooperationspartner sind die IHK Heilbronn-Franken und die Pakt Zukunft Heilbronn-Franken gGmbH als Projektträger.

IHK-Hauptgeschäftsführerin Elke Döring: „Die IHK wird den KI-Innovationspark von Anfang an aktiv begleiten und fördern. Deshalb werden wir unsere Informations- und Networking-Aktivitäten auf KI fokussieren. Dazu bauen wir ein spezielles Team auf, das eine aktive Schnittstelle zwischen Region, Wirtschaft und KI-Innovationspark bildet.“

Finanziert wird das Kooperationsprojekt mit Mitteln der Pakt Zukunft gGmbH. Die Laufzeit des Projektes beträgt vier Jahre und startet im Jahr 2022.

Die Vollversammlung der IHK Heilbronn-Franken stimmte einstimmig einer Projektpartnerschaft der IHK Heilbronn-Franken mit der Pakt Zukunft Heilbronn-Franken gGmbH für das Kooperationsprojekt IHK-KI-Transfer-Office (KITO) zu.

Aktuelles aus der IHK-Organisation und der Politik

Dr. Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer DIHK Berlin berichtete in seinem Gastvortrag über den Umbau des DIHK zu einer Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Zudem informierte er über die aktuelle weltpolitische Lage aus Sicht des DIHK. Dr. Wansleben steht in einem engen Austausch mit der Bundesregierung. Speziell bei den wirtschaftlichen Auswirkungen des russischen Kriegs in der Ukraine betont er den außerordentlichen Nutzen eines exzellenten AHK-Netzwerkes. Mit der AHK in der Ukraine und in Russland steht der DIHK in einem ständigen Austausch.

In diesem Kontext stellen die historisch hohen Strom- und Energiepreise seit Monaten für viele deutsche Unternehmen eine Bedrohung ihrer Existenz dar. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine hat sich die Situation dramatisch verschärft. Bisher erfüllt Russland seine langfristigen Lieferverpflichtungen. Diese Situation kann sich jederzeit ändern. Russland ist kein sicherer Lieferant für Energierohstoffe mehr. Darauf muss die Politik reagieren.

Elke Döring: „Teilweise war es bereits bei den vor dem Ukraine-Krieg geforderten Preisen betriebswirtschaftlich sinnvoll, Maschinen und Anlagen abzustellen, anstatt zu produzieren und Energie zu verbrauchen. Auch in der Logistik und bei Mobilitätsdienstleistern ist die Lage dramatisch.“ Daher plädiert die DIHK-Vollversammlung dafür, Unternehmen dauerhaft zu entlasten, die Energieversorgung zu sichern und den Wirtschaftsstandort Deutschland wettbewerbsfähig zu halten.

Mit der Übernahme der EEG-Umlage in den Bundeshaushalt bereits zum 1. Juli 2022, wie vom DIHK vorgeschlagen, hat die Bundesregierung eine gewisse Entlastung vorgenommen, der nun aber tiefgreifende weitere Maßnahmen folgen müssen. Auch muss die Sicherheit beim Import von Energierohstoffen eine deutlich höhere Priorität bekommen. Klar ist auch: Die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren ist noch dringender geworden.

Der DIHK-Experte Dr. Sebastian Bolay stellte die von der DIHK-Vollversammlung beschlossene Resolution zu Sofortmaßnahmen gegen hohe Strom- und Energiepreise vor. So wird unter anderem gefordert, Unternehmen in unverschuldeter wirtschaftlicher Schieflage – sei es durch hohe Energiepreise oder durch gekündigte Versorgungsverträge – kurzfristig durch zinsgünstige KfW-Kredite oder sogar direkte Notfallzahlungen zu unterstützen.

Die Vollversammlung der IHK Heilbronn-Franken nahm die DIHK-Resolution zustimmend zur Kenntnis. Die DIHK-Resolution steht auf der IHK-Homepage zum Download unter DIHK-Resolution: IHKs fordern Sofortmaßnahmen gegen hohe Strom- und Energiepreise – IHK Heilbronn-Franken zur Verfügung.

Weitere Themen der 13. Sitzung der IHK-Vollversammlung

Im Bereich „Statutarisches Recht“ wurden die „Prüfung zum zertifizierten Verwalter“ sowie die „Ersatzbenennung für den Berufsbildungsausschuss (BBA)“ von der Vollversammlung beschlossen.

Des Weiteren berichtete WJ-Kreissprecherin Melanie Renje von der Bundeskonferenz der Wirtschaftsjunioren 2023 sowie Michael Jung, Schatzmeister Förderkreis der Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken e.V. vom Mentoring-Programm des Förderkreises.     

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