Identity & Access Management im Gesundheitswesen

  • Einführung einer IAM-Lösung im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
  • Vorreiter Schweiz: Das Elektronische Patientendossier (EPD)
  • Ein IAM in 20 Tagen bei der Krankenkasse IKK classic
  • Ziel der Konferenz: offener Erfahrungsaustausch von IAM-Verantwortlichen 

Zum Schutz der besonders sensiblen Daten im Krankenhaus kann Identity & Access Management (IAM) einen entscheidenden Beitrag leisten. Mit Hilfe von IAM-Systemen vergeben und entziehen die Verantwortlichen Benutzerrechte, so dass Mitarbeiter über ihre persönlichen Zugangsdaten nur auf die für sie freigegebenen Daten, zum Beispiel Patientenakten in bestimmten Abteilungen, zugreifen können. Mehrere Vorträge auf der Konferenz IAM CONNECT 2019, die vom 18. bis 20. März in Berlin stattfindet, widmen sich diesem Thema.

Einführung einer IAM-Lösung im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf


Über die Einführung einer Identity-Management-Lösung für mehr als 11.000 Mitarbeiter im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf berichtet Guido Gerken, Leiter Systembetrieb im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, auf der Konferenz IAM CONNECT 2019. Gerken vermittelt den aktuellen Stand der Einführung des Micro Focus Identity Manager (vormals NetIQ) im Umfang von Active Directory, Exchange, SAP ERP und SAP HCM. Dabei geht Gerken auf besondere Herausforderungen ein, zeigt Abgrenzungen auf und präsentiert den Übergang in den Regelbetrieb. Abschließend stellt Gerken den geplanten Rollout des Endbenutzer-Self-Service und die Versionsaktualisierung der IdM-Umgebung vor.

IAM ganzheitlich: Die Herausforderungen einer Spitalgruppe

Auch das Schweizer Spital Thurgau setzt bereits eine IAM-Lösung ein. Michael Geisser, Business Engineer bei der Spital Thurgau AG, wird über die vielen spannenden Facetten der Zentralisierung und Standardisierung des Benutzermanagements berichten. Heute können 69 % aller Berechtigungen über rund 900 Rollen vergeben werden. In seinem Vortrag geht Geisser insbesondere auf die organisatorischen Herausforderungen ein und wie es gelang, mit der Identity-Management-Einführung im Spital Thurgau eine Erfolgsgeschichte zu schreiben.

Vorreiter Schweiz: Das Elektronische Patientendossier (EPD)

Während die Einführung der Elektronischen Patientenakte in Deutschland weiterhin verzögert ist, liegen aus der Schweiz schon erste Erfahrungen mit der Einführung des „Elektronischen Patientendossiers (EPD)“ vor. In der Pilotregion Genf war die Nachfrage aus der Bevölkerung sehr hoch: Überraschend viele Patientinnen und Patienten haben sich dort für den Dienst registriert. Rainer Hug, IAM Consultant bei der IPG Group, beleuchtet in seinem Vortrag die IAM-Technologien für das EPD, die ersten Erfahrungen aus den Kantonen Genf und Basel und vermittelt einen Ausblick auf den weiteren Einsatz des Elektronischen Patientendossiers bzw. der Elektronischen Patientenakten.

Ein IAM in 20 Tagen bei der Krankenkasse IKK classic

Ähnlich wie Kliniken verarbeiten auch Krankenkassen sensible Patientendaten. Die IKK classic hat sich deshalb entschlossen, für ca. 9.000 Anwender ein IAM-System einzusetzen. Der Einführung eines IAM-Systems eilt der Ruf voraus, besonders langwierig zu sein. Stefan Schellberg, Chief Digital Officer und Leiter Unternehmensbereich IT & Infrastruktur bei der IKK classic, gelang es jedoch in nur 20 Tagen ein IAM-System einzuführen. Wesentlich dazu beigetragen hat die Entscheidung für das bi-Cube IAM, das als modulares Cloud-IAM die Anforderungen der Krankenkasse erfüllt. In dem Vortrag auf der IAM CONNECT stellt Stefan Schellberg seine Erfolgsgeschichte vor.

Ziel der Konferenz: offener Erfahrungsaustausch von IAM-Verantwortlichen

Die IAM CONNECT, die größte deutschsprachige Konferenz zum Thema Identity & Access Management, findet vom 18. bis 20. März in Berlin statt. IAM-Verantwortliche der folgenden Unternehmen und Organisationen berichten über ihre IAM-Projekte und führen konstruktive Gespräche mit den Teilnehmern: A1 Telekom Austria, Bundesdruckerei, Bundesamtes für Justiz, B.Braun Melsungen, Eurobaustoff Handel, Hager Group, IKK classic, Otto Group, Spital Thurgau, Union IT Services und Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

In Speed Demo Sessions präsentieren Hersteller anhand von Business Cases ausgewählter Szenarien ihre IAM-Lösungen. Zusätzlich finden drei Diskussionsrunden und drei Workshops statt. Der offene Erfahrungsaustausch von IAM-Verantwortlichen ist das Ziel der Konferenz.

Veranstaltet wird die IAM CONNECT von it management und it security in Kooperation mit der IPG Group, einem herstellerunabhängigen Systemintegrator für Identity- und Access-Management (IAM)-Lösungen im deutschsprachigen Raum. Zudem sind in der Ausstellung vertreten: AirLock/Ergon, BeyondTrust, Dierichsweiler Prozessberatung, Atos Evidian, iSM Secu-Sys, iWelcome, Nevis, Nexis, OGiTiX, One Identity, Ping Identity und Wallix.

Weitere Informationen und Anmeldung zur Konferenz:

https://iamconnect.de/…

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