SKZ qualifiziert Ausbilder für neues Polymer-Institut in Indonesien

Mit dem Impack Polymer Science Institute (IPSI) errichtet die PT Impack Pratama Industri Tbk (IMPC) ein neues Ausbildungs- und Kompetenzzentrum für Kunststofftechnologien in Indonesien. Das Kunststoff-Zentrum SKZ begleitet den Aufbau mit einem umfassenden „Train the Trainer“-Programm und qualifiziert die künftigen IPSI-Ausbilder für eine nachhaltige Fachkräfteentwicklung in der ASEAN-Region.

Train the Trainer“-Programm schafft Grundlage für nachhaltige Fachkräftequalifizierung

Die IMPC gehört zu den führenden Unternehmen der indonesischen Kunststoffindustrie. Mit dem IPSI investiert das Unternehmen gezielt in die Qualifizierung künftiger Fachkräfte und schafft eine Plattform, um Ausbildungsstandards weiterzuentwickeln, die Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen zu verbessern und den steigenden Personalbedarf der Industrie nachhaltig zu unterstützen.

Das Ausbildungszentrum IPSI richtet sich an Schüler, Studierende, Berufseinsteiger sowie Quereinsteiger und soll sich langfristig als führendes Kompetenzzentrum für Kunststofftechnologien in der ASEAN-Region etablieren. 

Mit mehr als 60 Jahren Erfahrung in Forschung, Entwicklung, Prüfung und Weiterbildung ist das Kunststoff-Zentrum SKZ ein international anerkannter Partner für Unternehmen und Fachkräfte der Kunststoffindustrie. Durch die Zusammenarbeit fließen fundierte Erkenntnisse aus Forschung und industrieller Praxis direkt in den Aufbau moderner Ausbildungsstrukturen in Indonesien ein.

„Train the Trainer“ als Grundlage nachhaltiger Wissensvermittlung
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht ein umfassendes „Train the Trainer“-Programm in den Bereichen Kunststoffkunde, Compoundieren, Extudieren und Spritzgießtechnik. Die zukünftigen IPSI-Ausbilder werden dabei direkt von Experten des SKZ qualifiziert.

Den Auftakt bildeten zwölf Tage Online-Unterricht im Mai und Juni 2026. Ende Juli 2026 folgte eine fünftägige Intensivschulung vor Ort in Indonesien. Neben vertieften Fachkenntnissen wurden dabei insbesondere moderne Lehrmethoden, didaktische Konzepte und internationale Best Practices vermittelt.

Der Ansatz stellt sicher, dass die angehenden Trainer nicht nur über fundiertes Wissen in der Polymertechnik und Kunststoffverarbeitung verfügen, sondern dieses auch methodisch und didaktisch auf hohem Niveau weitergeben können.

Praxisorientierte Ausbildungsprogramme für die indonesische Kunststoffindustrie
Zum Start plant das IPSI die Einführung von drei Ausbildungsprogrammen: „Fundamentals of Polymer Science and Manufacturing“, „Operator Training: Production Operator“ sowie „Operator Training: Maintenance Operator“. Die Qualifizierungsangebote vermitteln sowohl grundlegende Kenntnisse der Kunststoffkunde als auch praxisnahe Kompetenzen in der Kunststoffverarbeitung. Dazu gehören unter anderem Produktionsabläufe, die Bedienung moderner Fertigungsanlagen sowie Maßnahmen zur Wartung und Instandhaltung von Maschinen und Prozessen.

Die Programme richten sich insbesondere an Absolventen von Berufs- und weiterführenden Schulen, neue Produktionsmitarbeiter und Fachkräfte, die ihre Kenntnisse im Bereich der Kunststoff- und Spritzgießtechnik gezielt erweitern möchten. 

„Die Kooperation zwischen IMPC, IPSI und dem SKZ zeigt eindrucksvoll, wie nachhaltiger Wissenstransfer über Ländergrenzen hinweg gelingen kann. Durch die Qualifizierung lokaler Ausbilder schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Fachkräfte langfristig vor Ort ausgebildet werden können. Gleichzeitig wird die internationale Sichtbarkeit deutscher Kunststoffkompetenz gestärkt“, sagt Matthias Ruff, Vertriebsleiter Bildung und Forschung / Prokurist am Kunststoff-Zentrum SKZ.

„Mit der Qualifizierung der künftigen Ausbilder wird ein nachhaltiger Wissenstransfer und eine langfristig leistungsfähige Kunststoffausbildung in Indonesien ermöglicht. So wird Kunststoffkompetenz dauerhaft vor Ort verankert und die Entwicklung qualifizierter Fachkräfte gezielt gefördert“, ergänzt Mathias Ruckdeschel, Senior Trainer im Bereich Material, Compoundieren und Extrudieren.

Internationale Weiterbildungskompetenz des SKZ
Die Kooperation mit dem IPSI unterstreicht die internationale Bedeutung des SKZ als Bildungs- und Forschungspartner der Kunststoffindustrie. Jährlich nehmen mehr als 13.000 Teilnehmer an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen des SKZ teil. Darüber hinaus führt das Institut weltweit zahlreiche Inhouse-Schulungen und Qualifizierungsmaßnahmen für Unternehmen der Kunststoffbranche durch. 

Auch für internationale Fachkräfte und Quereinsteiger bietet das SKZ ein umfangreiches englischsprachiges Weiterbildungsportfolio an. Die Angebote decken sämtliche Bereiche der Kunststofftechnik ab und unterstützen Unternehmen weltweit bei der Qualifizierung ihrer Mitarbeiter.

Ein wesentliches Qualitätsmerkmal der SKZ-Weiterbildungen ist die konsequente Praxisorientierung. Eigene Technika und Versuchseinrichtungen sowie moderne Forschungsinfrastrukturen ermöglichen eine anwendungsnahe Vermittlung von Wissen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Kunststoffindustrie.

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