
Warum der Bestand an Becken sich anders entwickelt als die Ausgaben
Laut den Marktdaten der beiden Verbände ist der Umsatz mit Heimtierbedarf und Zubehör 2025 auf knapp 1,1 Milliarden Euro gefallen, ein Rückgang um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum Zubehör zählen Filter, Beleuchtung, Heizstäbe, Bodengrund und Dekoration. Der Gesamtmarkt für Heimtierbedarf blieb im selben Jahr mit knapp sieben Milliarden Euro nahezu unverändert.
Nachgefragt wird also weiterhin, nur seltener neu angeschafft. Wasserwerte bleiben davon unberührt: Nitrat reichert sich unabhängig vom Alter der Technik an und ist der häufigste Grund für Algenwuchs und Stress bei Zierfischen. Eine Übersicht zu Strategien zum Senken des Nitratwerts im Aquarium ordnet Wasserwechsel, Bepflanzung und Besatzdichte gegeneinander ein.
Wie sich der Bezugsweg für aquatische Heimtiere verteilt
Der Fachhandel bleibt die zentrale Anlaufstelle für lebende Tiere. Nach Angaben des Zentralverbands stammen knapp 70 Prozent der aquatischen Heimtiere aus dem Zoofachhandel, mehr als 20 Prozent aus Bau- und Gartenmärkten. Beratung zu Besatz, Beckengröße und Vergesellschaftung entsteht damit überwiegend im stationären Handel.
„Ein stabiler Bestand an Becken bei sinkenden Ausgaben ist kein Zeichen von Desinteresse, sondern von längerer Nutzung. Für die Tiere zählt ohnehin nicht das Alter der Technik, sondern ob jemand die Wasserwerte im Blick behält“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Woraus sich der deutsche Heimtiermarkt im Jahr 2025 zusammensetzt
Die Verbände weisen den Markt getrennt nach Vertriebsweg und Warengruppe aus. Die Aquaristik ist darin Teil des Bedarfsgeschäfts und wird bei den Tierzahlen gesondert erfasst.
- Gesamtumsatz Heimtierbedarf: knapp sieben Milliarden Euro im Jahr 2025.
- Stationärer Fach- und Lebensmittelhandel: 5,3 Milliarden Euro, ein Minus von 0,7 Prozent.
- Onlinehandel: gut 1,5 Milliarden Euro, ein Plus von 0,6 Prozent.
- Fertignahrung für Heimtiere: 4,3 Milliarden Euro, ein Plus von 0,3 Prozent.
- Bedarf und Zubehör: knapp 1,1 Milliarden Euro, ein Minus von 4,6 Prozent.
Was ein Fachsymposium im November zum Tierwohl beitragen soll
Der Zentralverband der Heimtierbranche richtet am 19. und 20. November 2026 im Convention Center auf dem Messegelände Hannover ein Symposium aus, das sich ausschließlich aquatischen Heimtieren widmet. Angekündigt sind Vorträge zu Fischgesundheit und Erster Hilfe, zur Schmerzwahrnehmung von Fischen, zu Stressreaktionen sowie zur Haltung von Amphibien und Krebstieren.
Fachlich ist das insofern bemerkenswert, als die Schmerzwahrnehmung bei Fischen lange als offene Frage galt und in der Haltungspraxis kaum eine Rolle spielte. Für den Handel verschiebt sich damit der Beratungsschwerpunkt von der Technik hin zur Tiergesundheit.
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