
Der Zuwachs verteilt sich ungleich
Zwei Angriffsformen stechen heraus. Nach Angaben des Bundeskriminalamts stieg die Zahl der Ransomware-Fälle um zehn Prozent auf 1.041, die der Angriffe auf die Erreichbarkeit von Diensten um 25 Prozent auf 36.706.
Auffällig ist das Verhältnis von Häufigkeit und Wirkung. Ransomware bleibt selten, richtet im Einzelfall aber den größten Schaden an; Überlastungsangriffe sind vielfach häufiger und im Regelfall kürzer wirksam.
„Bei diesen Summen ist die Frage nicht mehr, ob jemand angegriffen wird, sondern woran ein Angriff scheitert. Das ist eine Frage an die Werkzeuge, nicht an das Bewusstsein“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Was das Lagebild ausweist
Laut dem Bundeskriminalamt ergibt sich für 2025 folgendes Bild:
- Der Schaden für die deutsche Wirtschaft lag bei 202,4 Milliarden Euro.
- Registriert wurden rund 335.000 Fälle im engeren Sinne.
- Auf Ransomware entfielen 1.041 Fälle, zehn Prozent mehr als im Vorjahr.
- Angriffe auf die Erreichbarkeit von Diensten stiegen um 25 Prozent auf 36.706.
- 888 Fälle kamen aus dem Ausland oder von unbekanntem Tatort.
Künstliche Intelligenz steht auf beiden Seiten
Das Bundeskriminalamt hält fest, dass KI-Werkzeuge im Bereich Cybercrime zunehmend an Bedeutung gewinnen und Angriffe schneller, gezielter und professioneller machen. Dieselbe Technik eröffnet der IT-Sicherheit neue Möglichkeiten, etwa beim Aufspüren von Schwachstellen.
Für die Entwicklung von Software heißt das zweierlei. Erstens entsteht Code heute häufiger mit maschineller Unterstützung, zweitens muss genau dieser Code denselben Prüfungen standhalten wie jeder andere. Ein quelloffener Prüfdienst für KI-gestützte Entwicklung setzt an dieser Stelle an: Syntaxprüfung, Nachverfolgung des Kontexts und ein Abgleich mit dem tatsächlichen Datenbankschema.
Der Fehler entsteht früher als der Angriff
Ein Angriff nutzt aus, was vorher entstanden ist. Falsche Annahmen über eine Tabellenstruktur, ein übersehener Sonderfall, eine Abfrage ohne Prüfung der Eingabe — die Schwachstelle ist meist älter als der Zugriff darauf.
Die Aufmerksamkeit verschiebt sich damit nach vorn, in die Entstehung. Wie sich maschinell erzeugter Code überprüfen und verbessern lässt, behandeln auch Verfahren zur automatisierten Codeoptimierung.
Woran sich das nächste Lagebild messen lässt
Das Bundeskriminalamt legt das Bundeslagebild jährlich vor und erwartet für 2026 eine weiter steigende Bedrohung. Die Gesamtzahl der Fälle wird dabei weniger aussagen als ihre Verteilung.
Sinkt der Anteil der Auslandstaten, hätte sich die Strafverfolgung verbessert. Bleibt er bei zwei Dritteln, bleibt die wirksamste Maßnahme dort, wo sie heute liegt: in der Vermeidung.
Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.
Provimedia GmbH
Weidenweg 12
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon: +49 (7142) 3442727
Telefax: +49 (7142) 2279985
http://provimedia.de
CEO
Telefon: +49 (7142) 3442727
E-Mail: info@provimedia.de
![]()
