
Ein Innovationsbericht von Achim Dathe, Baufachjournalist abp, Stuttgart
„So wie früher können und werden wir in Zukunft nicht mehr bauen“, ist Stefan Höötmann überzeugt. Der Gründer und Geschäftsführer des Hausbauunternehmens SH HOLZ & MODULBAU aus Lingen im Emsland sieht die Bauwirtschaft in einem strukturellen Umbruch: „Bauen war lange Zeit vorwiegend Handarbeit; jetzt bricht ein neues Bau-Zeitalter an, in dem Menschen planen und gestalten, was programmgesteuerte Maschinen und Roboter anschließend mit höchster Präzision ausführen. In den Fertigungshallen der Haushersteller werden wir daher schon bald kaum noch Personal antreffen. Das gilt insbesondere für das industrielle Bauen mit Holz, das heute schon ganz wesentlich auf maschineller Vorfertigung beruht. Besonders stark kommt die Technisierung beim Holzmodulbau zum Tragen.“, beschreibt SH-Geschäftsführer Stefan Höötmann den tiefgreifenden Wandel.
Er selbst begleitet diese Entwicklung aus nächster Nähe schon seit 1998: Vorrangig aus betriebswirtschaftlichen Überlegungen fasste er den Entschluss, seine handwerkliche Zimmerei in Lingen zu einem überregional präsenten High-Tech-Holzmodulbau-Unternehmen umzuformen, das seither unter dem Markenzeichen „SH“ firmiert.
Freiraum für qualifizierte Kräfte
Konsequente Technisierung der Fertigung scheint in der Bauwirtschaft unumgänglich, wenn Unternehmen am Markt profitabel bleiben wollen. „Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass den Firmen a) immer weniger, b) immer weniger qualifizierte und c) immer weniger qualifizierte und zugleich bezahlbare Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.“, analysiert SH-Geschäftsführer Stefan Höötmann.
Der verschärfte Wettbewerb um versierte Techniker und inspirierte Ingenieure wirkt sich umso gravierender in Bereichen aus, die besondere Qualifikationen erfordern: beim Bauen mit Holz zum Beispiel. Was in der Praxis dazu führt, dass Holzbe- und Verarbeitungsmaschinen zwangsläufig einen Großteil vor allem solcher Arbeiten übernehmen müssen, die routinemäßig wiederkehren; dies ist aus Unternehmersicht erforderlich, um Personalkapazitäten für anspruchsvollere Tätigkeiten zur Verfügung zu haben. Im Grunde geschieht in der Baubranche gerade das, was sich im Maschinenbau und in der Automobilwirtschaft schon seit Jahrzehnten beobachten lässt: Wo es an versierten Fachkräften mangelt, leisten Maschinen Ersatz. Damit einher geht zugleich die Verlagerung der meisten Gewerke in die Halle: Dort können zu erbringende Leistungen optimal koordiniert in den Produktionsprozess einfließen.
Module made in Lingen
In die Hallen des Emsländer Unternehmens SH HOLZ & MODULBAU ist die programmierte Zukunft bereits eingezogen. In Lingen findet die Produktion an zwei Standorten statt: Roh- bzw. Basismodule werden in Werk I hergestellt. Wände, Boden, Decke sind fest miteinander verbunden, wenn ein solcher Kubus den Standort verlässt. Per LKW geht’s direkt weiter zu Werk II. Die neue, riesengroße Halle kann bequem mit einem Tieflader befahren werden. Hier schlägt das Modulbau-Herz von SH. Das jeweilige Rohmodul wird eingangs auf ein mobiles Transport-Plateau umgesetzt. Über ein Schienenband führt sein Weg von einer Gewerkstation zur nächsten. Mit jeder Station wird das Modul um ein Gewerk kompletter. Das Prozedere setzt sich fort, bis die Ausstattung der Planvorgabe voll und ganz entspricht.
Die Software des Produktions-Parcours hat SH HOLZ & MODULBAU selbst entwickelt. „Dadurch, dass wir alle Rechte an unserer Produktionssoftware besitzen, brauchen wir keine teuren Lizenzgebühren zu bezahlen. Den geldwerten Vorteil unserer hochgradigen Automation geben wir zum Teil an unsere Kunden weiter. Wir haben jeden einzelnen Schritt komplett durchdacht und unsere Produktionslogistik konsequent auf höchste Effizienz ausgerichtet, ohne an Ausführungsqualität zu sparen.“, erläutert SH-Geschäftsführer Stefan Höötmann.
Ein Gewerk pro Station
In jeder der rund ein Dutzend Stationen des SH-Produktions-Parcours wird das Rohmodul um ein Gewerk komplettiert. Die Applikation obliegt spezialisierten Fachkräften. Mensch und Maschine wirken dabei im Verbund, bis zu guter Letzt ein exakt nach Kundenwunsch ausgestattetes SH-Modul vor der Endkontrolle steht. Dort angekommen, wird noch einmal überprüft, ob alle Ausführungsdetails mit dem jeweiligen Auftrag übereinstimmen. Wenn alles ok ist, gibt’s grünes Licht zur Weiterfahrt: Der letzte Stopp in der Halle dient der Schutzumhausung jedes neuen, zum Verbau bereiten SH-Raummoduls, bevor es von Lingen aus seinen Weg zum Bestimmungsort antritt: der Baustelle des Kunden.
Mehr mit Modulen bauen
Drei Module können bei SH gegenwärtig jeden Tag im Zwei-Schicht-Betrieb gefertigt und auftragsspezifisch ausgestattet werden. Für ein Mehrfamilienhaus mit drei Geschossen, das sich aus 15 Raummodulen zusammensetzt, braucht SH etwa eine Woche. Mehr Wohnraum als in Deutschland bisher üblich fertigzustellen und Suchenden innerhalb kürzester Zeit ein neues, vollwertiges Zuhause anzubieten, ist mit der Modulbauweise also möglich. SH steht bereit, entsprechende Anfragen von Städten und Kommunen zu bearbeiten und die Ausführung auch kurzfristig zu übernehmen.
„Städte und Gemeinden sind dem Gemeinwohl verpflichtet und müssen sich heute mehr denn je um die Verfügbarkeit bezahlbarer Wohnungen kümmern. Bedarfsgerechten Wohnraum zur Verfügung zu stellen, ist möglich, wenn die Kommunen deutlich mehr Bauland als bisher ausweisen und dessen Bebauung mit mehrgeschossigen Wohngebäuden vorsehen. Wird deren Errichtung zudem in Holzmodulbauweise ausgeschrieben, beschleunigt sich die Baufertigstellung enorm: Wohnhäuser aus Holzmodulen sind mindestens dreimal schneller bezugsfertig gestellt als Gebäude in konventioneller Bauausführung.“, erläutert Stefan Höötmann, Geschäftsführer von SH HOLZ & MODULBAU.
SH produziert ausschließlich in Lingen und vertreibt Raummodule in verschiedenen Formaten mit projektspezifischer Ausstattung bundesweit. Der Schwerpunkt des SH-Vertriebs liegt traditionell in Norddeutschland und reicht bis ins südliche Nordrhein-Westfalen. SH plant, die eigenen Fertigungskapazitäten der anhaltenden Nachfrage entsprechend ganz erheblich zu steigern und den Vertriebsradius auf Süddeutschland auszuweiten. Baustellen mit SH-Modulen soll es bald auch in Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg sowie im Saarland geben. In Ostdeutschland ist SH ebenfalls präsent. Dort besteht traditionell eine hohe Affinität zur Verwendung vorgefertigter Elemente, so dass das Bauen mit Raummodulen dort auf entsprechende Nachfrage trifft.
Wissenswertes über SH HOLZ & MODULBAU
SH HOLZ & MODULBAU entwickelt, fertigt, liefert und montiert anschlussfertig vorkonfigurierte Raummodule aus Holz und weiteren erprobten Werkstoffen in exzellenter, exakt definierter Qualität. Als einer der ersten Anbieter in Europa hat sich SH HOLZ & MODULBAU der anspruchsvollen Europäischen Technischen Bewertung (ETA) durch die Holzforschung Austria unterzogen. Zuverlässige Funktionstüchtigkeit, akribische Maßgenauigkeit und vorbildliche Nachhaltigkeit sind seither verbriefte Qualitätsmerkmale jedes SH-Raummoduls, das mit dem CE-Signet gekennzeichnet ist. SH-Module werden bevorzugt zum schnellen, kosteneffizienten Bau von Wohngebäuden, Büro- und Betriebsstätten, Bildungseinrichtungen sowie Verwaltungsgebäuden eingesetzt. Intelligentes Kombinieren der passgenau aufeinander abgestimmten SH-Module macht Gebäudegrundrisse in großer Variantenvielfalt möglich. SH HOLZ & MODULBAU erwirtschaftet aktuell mit 50 Mitarbeitenden am Standort Lingen einen Jahresumsatz von rund 30 Mio. € vor Steuern. Weitere wissenswerte Infos über SH im Internet auf https://www.sh-module.de oder direkt von der SH HOLZ & MODULBAU GmbH, Münsteraner Str. 2, 49809 Lingen, Fon 05 91-14 05 25-00, Mail info@sh-module.de
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