TÜV SÜD auf der KPA in Ulm: Fokus auf Recycling, Rezyklate und Kreislaufwirtschaft

Am 25. und 26. Februar 2026 ist TÜV SÜD erstmals auf der Messe KPA – Kunststoff Produkte Aktuell – in Ulm vertreten. Das Unternehmen adressiert dort die zentralen technischen und regulatorischen Herausforderungen der Kunststoffindustrie: Rezyklatgehalte, Design for Recycling, Produktsicherheit, Ökobilanzen und die Umsetzung aktueller europäischer Vorgaben wie beispielsweise PPWR, ELVR und ESPR. Mit seinen Prüf-, Audit- und Zertifizierungsleistungen unterstützt TÜV SÜD Kunststoffverarbeiter, Compoundeure, Zulieferer und Markenhersteller dabei, nachweislich kreislauffähige Produkte zu entwickeln und Nachhaltigkeitsanforderungen entlang der gesamten Lieferkette regelkonform und belastbar zu erfüllen. Stand: Halle 3, 3-E11.

Zertifizierung von Rezyklatanteilen: Transparenz als Marktvorteil

Ein zentraler Pfeiler des Messeauftritts ist die unabhängige Zertifizierung von Rezyklatgehalten entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Rohmaterial über Zwischenprodukte bis hin zum fertigen Endprodukt. TÜV SÜD agiert dabei als neutrale Instanz zur Verifizierung von Nachhaltigkeitsversprechen auf Basis internationaler Standards wie EN 15343, EN 45557 und ISO 14021. Die Kombination aus fundierter Dokumentenprüfung und der Analyse physischer Materialflüsse schafft belastbare, auditierbare und rechtssichere Nachweise. Dieser Best-Practice-Ansatz ermöglicht es Herstellern, steigende regulatorische Anforderungen souverän zu erfüllen und Greenwashing-Risiken effektiv zu minimieren.

„Hersteller oder Inverkehrbringer stehen heute unter enormem Druck, verstärkt Rezyklate nicht nur zu nutzen, sondern dies auch rechtssicher zu belegen. Die Nachfrage nach belastbaren Nachweisen wächst rasant, da Nachhaltigkeitsversprechen zunehmend strenger reguliert werden“, erklärt Sebastiano Di Lella, Materialexperte für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft bei TÜV SÜD. „Unsere Zertifizierungen bilden das Fundament für eine transparente Kommunikation. Wir stellen sicher, dass Nachhaltigkeitsversprechen keine leeren Worte bleiben, sondern auf einer technisch und regulatorisch validen Basis stehen.“

Ganzheitliche Zertifizierung: Recyclinganteil vs. Produktsicherheit

Produkte aus recycelten Materialien schonen Ressourcen und fördern eine kreislauffähige Wirtschaft. Dabei gilt: Nachhaltigkeit darf nicht auf Kosten der Sicherheit gehen. Alle in der EU in Verkehr gebrachten Produkte dürfen keine nach EU-Recht verbotenen Stoffe enthalten und müssen die für sie geltenden produktsicherheits- und chemikalienrechtlichen Vorschriften bzw. EU-Verordnungen wie z. B. REACH, die POP-Verordnung oder die künftigen PFAS-Beschränkungen erfüllen.

TÜV SÜD berücksichtigt diese Aspekte bei der Zertifizierung und führt bei Bedarf ergänzende Prüfungen durch akkreditierte Labore und Produktexperten in den jeweiligen Fachbereichen durch. Eine transparente Kennzeichnung, geprüfte Recyclinganteile und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben stellen sicher, dass Produkte den hohen Erwartungen von Markt, Behörden und Verbrauchern gleichermaßen gerecht werden – ein entscheidender Maßstab für moderne, verantwortungsbewusste Produkte.

Vorbereitet auf PPWR und weitere Verordnungen: Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil

Die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) markiert einen Wendepunkt für die gesamte Wertschöpfungskette. TÜV SÜD unterstützt Unternehmen bei der Einhaltung strenger Grenzwerte für Schadstoffe (Art. 5), der Optimierung von Verpackungen hinsichtlich ihrer Recyclingfähigkeit (Art. 6) sowie der Umsetzung verbindlicher Quoten für den Mindestrezyklatgehalt (Art. 7). Darüber hinaus begleitet TÜV SÜD Kunden bei der Umsetzung neuer Nachhaltigkeitskriterien, die den Markt nachhaltig verändern werden, beispielsweise bei der rechtssicheren Verwendung biobasierter Rohstoffe, den spezifischen Anforderungen an die Kompostierbarkeit sowie der verpflichtenden Materialminimierung und Leerraumquoten zur Abfallreduktion. Auch weitere Verordnungen, wie die neue Altfahrzeugverordnung (ELVR) und die Ökodesign-Verordnung (ESPR), werden künftig den Einsatz recycelter Kunststoffe fördern und entsprechende Nachweispflichten etablieren.

Ökobilanzen und PCF

Ergänzend dazu präsentiert TÜV SÜD seine Leistungen zu Ökobilanzen (LCA) gemäß ISO 14040/44 und zu Product Carbon Footprints (PCF) nach ISO 14067. Diese Analysen bilden die Grundlage, um die Umweltauswirkungen von Produkten entlang des gesamten Lebenszyklus zu quantifizieren und verschiedene Materialoptionen – etwa Rezyklate im Vergleich zu Neuware – transparent, vergleichbar und faktenbasiert zu bewerten. Kunden profitieren dabei von einer fundierten Entscheidungsgrundlage, um ihre Nachhaltigkeitsstrategien strategisch auszurichten, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und sich im Markt glaubwürdig zu positionieren.

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Über TÜV SÜD

Im Jahr 1866 als Dampfkesselrevisionsverein gegründet, ist TÜV SÜD heute ein weltweit tätiges Unternehmen. Rund 30.000 Mitarbeitende sorgen an über 1.000 Standorten in rund 50 Ländern für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, technische Innovationen wie Industrie 4.0, autonomes Fahren oder Erneuerbare Energien sicher und zuverlässig zu machen. tuvsud.com/de

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