
Das heißt konkret: Prozessoren und Steuergeräte erzeugen ordentlich Hitze – nur leider meist ohne Luftzirkulation. Gleichzeitig müssen die Bauteile federleicht bleiben. Sprich: Es wird nur so viel Material dosiert, wie unbedingt nötig ist – leicht, effizient, punktgenau. Eine klassische
Anwendung sind Elektromotoren. Die Statorwicklungen sind komplex und schwer zugänglich. Genau hier wird’s spannend. Wir setzen hier einerseits auf Vakuumverguss – Luft raus, Material rein – und schon füllt es selbst die kleinsten Hohlräume und andererseits auf zielgerichtetes Dosieren: Mit Dosiersystemen wie unserem dos screw Exzenterschneckendosierer lassen sich selbst kleinste Mengen exakt applizieren – genau dorthin, wo sie gebraucht werden. So werden nur die relevanten Stellen behandelt, anstatt das komplette Bauteil zu vergießen. Das spart Materialkosten, Gewicht und Ressourcen.
Ganz wichtig sind Praxistests statt Papierwerte: Wärmeleitkoeffizienten sehen in Tabellen hübsch
aus – verhalten sich aber in der Praxis oft ganz anders. Deshalb setzen wir auf reale Tests, damit es später keine bösen Überraschungen gibt.
Die Tipps für effizientes Thermomanagement liegen damit auf der Hand: Ein Dosierunternehmen sollte als Partner frühzeitig in der Konstruktionsphase eingebunden werden – dann lassen sich Bauteile perfekt für Dosier- und Vergussprozesse auslegen. Darüber hinaus muss bereits in der Bauteilkonstruktion an die Zugänglichkeit gedacht werden: Wer beim Dosieren nicht an die Stelle des Wärmeleitauftrags kommt, kann auch nichts auftragen. Zu guter Letzt liefern Versuche die Erkenntnis, nicht die Datenblätter. Versuche sind der Weg zur gewünschten Prozesssicherheit.
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