
Entstanden ist Kaizenics aus der digital.auto-Initiative, die das Ferdinand-Steinbeis-Institut (FSTI) gemeinsam mit Partnern wie Bosch, Audi und Mercedes vorantreibt. Im Fokus steht das Software Defined Vehicle (SDV). Die dort gewonnenen Erkenntnisse haben eine zentrale Herausforderung deutlich gemacht: Die Automobilindustrie braucht neue Werkzeuge, um ihre nun stark von der Software abhängigen Produkte schneller zur Marktreife zu bringen.
Auf Basis mehrerer Promotionsprojekte am FSTI erfolgte die Marktvalidierung für Kaizenics und der Aufbau eines Gründerteams um Geschäftsführer Dr. Svante Wellershoff. Mit dieser wissenschaftlichen Grundlage startet das Unternehmen nun in die Selbständigkeit.
Innovationsprozesse neu denken
Neue Akteure in der globalen Automotive-Konkurrenz arbeiten von Beginn an konsequent digital. Fahrzeuge werden in Rekordzeit entwickelt, Kundenanforderungen zeitnah umgesetzt. Traditionelle Hersteller sind dabei, den Anschluss zu verlieren. Nur wer Innovationsprozesse neu denkt und Entwicklungszyklen drastisch verkürzt, bleibt konkurrenzfähig.
Der Lösungsansatz von Kaizenics: KI-Agenten erfassen die gesamte Engineering-Landschaft eines Unternehmens – von Produkt- und regulatorischen Anforderungen über Prozesse, Produktvarianten und -Abhängigkeiten bis hin zu Testszenarien. Auf dieser Grundlage unterstützen die Agenten gezielt die Identifikation von Optimierungspotenzialen, Aufbereitung von Entscheidungsgrundlagen und die Automatisierung von Routineaufgaben. Die Verantwortung bleibt beim Menschen, für den die Komplexität beherrschbar wird.
Prof. Dr. Heiner Lasi, wissenschaftlicher Leiter des Ferdinand-Steinbeis-Instituts, sieht in Kaizenics mehr als nur eine technische Innovation: „Was hier entsteht, ist ein fundamentaler Wandel in der Produktentwicklung. KI-Agenten übernehmen künftig komplexe Prozessschritte. Das beschleunigt nicht nur Innovationszyklen, sondern ermöglicht überhaupt erst, Software-definierte Produkte erfolgreich auf den Markt zu bringen. Das geht weit über die Optimierung bestehender Prozesse hinaus.“
Erste Kundenprojekte laufen bereits
Michael Köhnlein, Geschäftsführer des Ferdinand-Steinbeis-Instituts, erläutert: „Bereits 2023 haben wir mit der LLS Systems GmbH – entstanden in Zusammenarbeit mit Liebherr, Leadec und SICK – eine erste erfolgreiche Ausgründung des Reallabors realisiert, die in diesem Sommer mit dem Löhn-Preis ausgezeichnet wurde. Mit Kaizenics setzen wir diesen Weg fort. Es zeigt sich abermals, wie wertvoll das Heilbronner KI-Ökosystem ist, mit dem IPAI als zentralem Akteur und in enger Vernetzung mit Playern wie den Campus Founders.“
Kaizenics arbeitet bereits mit namhaften Automobilherstellern und Zulieferern zusammen. Geschäftsführer Dr. Svante Wellershoff betont: „Das Reallabor hat uns in der frühen Phase begleitet und den Rahmen geschaffen, in dem wir das richtige Team gefunden und erste Industriekontakte geknüpft haben. Wir können unsere Expertise in den laufenden Kundenprojekten erfolgreich einbringen. Das Marktpotenzial für KI-gesteuerte Produktentwicklung ist enorm, und wir werden hier Standards setzen.“
Das Ferdinand-Steinbeis-Institut (FSTI) ist ein gemeinnütziges, außeruniversitäres Forschungsinstitut. 2015 gegründet, entwickelt das FSTI mit rund 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von seinen Standorten Heilbronn und Stuttgart aus Lösungen für eine zukunftsfähige Wertschöpfung. Dabei verbindet es wissenschaftliche Exzellenz mit praktischem Nutzen. Die Ergebnisse streben einen Real-World-Impact an – langfristig tragfähig für Wirtschaft und Gesellschaft. Als eigenständiges Institut unter dem Dach der Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung arbeitet das FSTI unabhängig von den bekannten Steinbeis-Transferzentren. Weitere Informationen unter https://ferdinand-steinbeis-institut.de.
Über Kaizenics Systems
Die Kaizenics Systems GmbH entwickelt KI-Agenten-gesteuerte Software-as-a-Service-Lösungen (SaaS) für die Automobilindustrie. Mit dem Fokus auf Product Line Engineering optimiert das Unternehmen Entwicklungsprozesse und beschleunigt so Innovationszyklen – mit Cloud-basierten Lösungen, die höchsten Sicherheitsstandards genügen. Kaizenics hat seinen Sitz in Heilbronn.
Website: kaizenics.com
Ferdinand-Steinbeis-Gesellschaft für transferorientierte Forschung gGmbH der Steinbeis-Stiftung (FSG)
Filderhauptstrasse 142
70599 Stuttgart
Telefon: +49 (7131) 3824808
https://ferdinand-steinbeis-institut.de/
Kaizenics Systems GmbH
E-Mail: svante.wellershoff@kaizenics.com
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