Mit der Kreislaufwirtschaft werden aus alten Kunststoffen neue Produkte

Produkte aus Kunststoff sind aus kaum einem Lebensbereich mehr wegzudenken. Trotz seiner Vielseitigkeit und Vorteile macht Kunststoff aber seit einiger Zeit negative Schlagzeilen. Grund dafür ist der Kunststoffabfall, der Landstriche und Meere vermüllt. Dabei ist dieses Problem lösbar – und die Kreislaufwirtschaft nimmt hierbei eine zentrale Rolle ein.

Massenprodukt Kunststoff

Etwa 70 Jahre ist es her, dass Kunststoff zum Massenprodukt wurde. Seither findet sich das Material in zahlreichen Gegenständen und Objekten des täglichen Lebens. Ob als Verpackung für Lebensmittel, in der Industrie oder verbaut in elektronischen Geräten – Kunststoff ist allgegenwärtig. Entsprechend hoch ist deshalb auch die Menge an Kunststoffabfall. Allein 2017 kamen hier insgesamt 348 Millionen Tonnen zusammen.


Die Frage nach einem vernünftigen Umgang mit dem Grundstoff wird daher immer lauter. Denn die zunehmende Vermüllung und gedankenlose Ressourcennutzung schadet nicht nur der Umwelt, sondern hemmt auch das wirtschaftliche Wachstum.

Alternative zur linearen Wirtschaft

Im Gegensatz zur traditionellen linearen Wirtschaft – Herstellen, Nutzen, Entsorgen – steht die Kreislaufwirtschaft. Das alternative Modell sieht vor, Ressourcen so lange wie möglich zu nutzen und so deren Wert für die Wirtschaft zu maximieren. Insbesondere Kunststoffe eignen sich dank ihrer einzigartigen Eigenschaften hervorragend für die Kreislaufwirtschaft und machen aus Abfällen neue Rohstoffe. Bestes Beispiel: Aus einer leeren PET-Flasche, die dem Werkstoffkreislauf wieder zugeführt wird, lassen sich erneut hochwertige Produkte wie Folien, Flaschen oder Fasern herstellen.

Kreislaufwirtschaft wird attraktiver

Das Interesse an der Kreislaufwirtschaft steigt, wie aktuelle Entwicklungen zeigen. Und daran hat nicht zuletzt auch die chinesische Regierung beigetragen. Diese stoppte 2018 nämlich den Import von Plastikmüll – und forderte die deutsche Abfallwirtschaft damit auf, neue Wege zu gehen.

Zahlreiche Anbieter verwerten nun Plastik und geben ihm durch Recycling ein neues Leben. Dabei werden die verschiedenen Kunststoffsorten sortiert und das Material von Verschmutzungen gereinigt. Am Ende bleibt so nur noch ein reines Kunststoffmaterial. Dieses wird eingeschmolzen, so dass ein körniger Rohstoff entsteht. Durch Erwärmen können aus der dann flüssigen Masse wieder neue Produkte entstehen.

Auch beim Recycling von carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) gibt es Fortschritte. Dieser ist beim Flugzeug- und Fahrzeugbau, aber auch beim Sport, nicht mehr wegzudenken, da CFK leicht ist und somit den Energieverbrauch senkt. Das Problem: Bei der Produktion von Carbon werden organische Materialien in graphitartig angeordneten Kohlenstoff umgewandelt. Dieser Prozess ist sehr energieaufwendig und macht das Recycling kompliziert.

Durch Pyrolyse kann CFK aber nun in einen vollständigen Kreislauf geführt werden. Bei der thermochemischen Spaltung durch Wärme und ohne Sauerstoff werden organische Verbindungen aufgelöst. Am Ende bleiben so nur die Carbonfasern zurück, die dann zu Pellets oder Fasermehl verarbeitet werden können. Diese dienen anschließend als Rohstoffe für die Kunststoffindustrie, die daraus neue Bauteile oder Produkte herstellt.  

Der Markt wächst

Schwindende Ressourcen und Umweltaspekte lassen den Recyclingmarkt auch in Zukunft wachsen. Aber erst durch die Entwicklung neuer Recycling-Technologien und recycelbarer Rohstoffe kann die Kreislaufwirtschaft langfristig effizient gestaltet werden. Nur dann lassen sich Kunststoffabfälle auch in Zukunft als Rohstoff nutzen und der nachhaltige Konsum wird gefördert.

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